Leipzig – Stadt und Buchmesse ein Erlebnis

Vier Tage war ich mit meiner Frau in Leipzig. Und um es gleich zu sagen: Wir sind begeistert! Begeistert von der Stadt, ihren Häusern, Plätzen und Straßen, begeistert vom kulturellen Angebot und beeindruckt auch von der Buchmesse. Aber der Reihe nach:

Natürlich war die Buchmesse der Hauptgrund unserer Reise. Am Stand meines Verlages CW Niemeyer habe ich am Samstag meine Bücher signiert, vor allem natürlich das neueste: Kaltschwarze Rache. Aber auch ein anderer wichtiger Termin stand am Morgen des gleichen Tages an: Ein Interview am Stand des Freien Deutschen Autorenverbandes.

Abgesehen von diesen sozusagen offiziellen Terminen haben wir uns ausführlich auf der Messe umgesehen. Es war beeindruckend aber irgendwie auch erschlagend auf Grund der unglaublichen Masse der Besucher. Für gehören Buch und in Ruhe stöbern irgendwie zusammen. Das ging zumindest am Samstag nicht so recht. Aber dann gab es ja noch die illustre Gruppe der Manga-AnhängerInnen, die sich im Stil der beliebten Comics bunt und phantasievoll gekleidet hatten. Wie soll ich sagen: Themen-Karneval im März.

Der Donnerstag-Nachmittag, Freitag der ganze Tag und auch noch der Sonntag-Vormittag gehörte aber der Stadt Leipzig und ihren kulturellen und kulinarischen Angeboten, die auch außerhalb der Buchmesse sehr reichhaltig und verlockend sind.

Stichwort 1: Rundgang durch eine wunderbare Stadt mit herrlichen Häusern und Plätzen, beeindruckende Passagen und exzellente Einkaufsmöglichkeiten.

Stichwort 2: Zwei historisch und kulturell bedeutende Kirchen, die Thomaskirche, hier war Johann Sebastian Bach bekanntermaßen Kantor – wir besuchten am Sonntag dort den Gottesdienst, in dem auch der Thomanerchor mitwirkte und dann natürlich die Nicolaikirche, in der zu einem guten Teil das Ende der DDR eingeleitet wurde und in der bis heute der Atem der jüngsten deutschen Geschichte weht.

Stichwort 3: Besuch des Kabaretts „Die Pfeffermühle“, bekannt schon zu DDR-Zeiten. Damals natürlich argwöhnisch von Stasi und Partei beobachtet und verdammt zu einem oft schwierigen Spagat, wobei Programme immer wieder auch mal verboten wurden. Übrigens ist die Pfeffermühle nicht das Kabarett in der Stadt, insgesamt gibt es vier! Unglaublich!

 


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